Möchten Sie auch gerne Ihr Baby stillen, halten es aber nicht für möglich, denn schließlich müssen Sie wieder arbeiten gehen, um Ihren Job nicht zu verlieren oder um das Familieneinkommen zu sichern?

Damit sind Sie nicht allein. Doch mit ein wenig gutem Willen von Seiten aller Beteiligten gibt es Lösungen. Zunächst einmal hier ...

... die Rechtslage:
Das Mutterschutzgesetz sagt dazu folgendes in Paragraf 7:

Stillenden Müttern ist auf ihr Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens aber zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine Stunde freizugeben. Bei einer zusammenhängenden Arbeitszeit von mehr als acht Stunden soll auf Verlangen zweimal eine Stillzeit von mindestens fünfundvierzig Minuten oder, wenn in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit vorhanden ist, einmal eine Stillzeit von mindestens 90 Minuten gewährt werden. Die Arbeitszeit gilt als zusammenhängend, soweit sie nicht durch eine Ruhepause von mindestens zwei Stunden unterbrochen wird.

Durch die Gewährung der Stillzeit darf ein Verdienstausfall nicht eintreten. Die Stillzeit darf von stillenden Müttern nicht vor- oder nachgearbeitet und nicht auf die in dem Arbeitszeitgesetz oder in anderen Vorschriften festgesetzten Ruhepausen angerechnet werden:

Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen nähere Bestimmungen über Zahl, Lage und Dauer der Stillzeiten treffen; sie kann die Einrichtung von Stillräumen vorschreiben:

Außerdem sind stillende Mütter von gesundheitsgefährdender und von Schwerarbeit (§6 MSchG) sowie von Nachtarbeit (§8 MSchG) befreit.

Wie sag ich’s meinem Chef?
Für den Arbeitgeber ist die Stillzeit zunächst ein Kostenfaktor, so viel ist klar. Doch es gibt auch Argumente, die ihm seinen Nutzen klarmachen können:

Wenn Kinder nicht gestillt werden, werden sie häufiger und schwerer krank. Damit muss die Mutter öfter und länger zu Hause bleiben, die Fehlzeiten steigen.

Wenn die Mutter trotz Berufstätigkeit stillen kann, ist sie zufriedener und engagiert sich stärker für das Unternehmen. Außerdem wird sie das Unternehmen in ihrer Umgebung loben und so zu dessen guten Ruf beitragen.

Alles eine Frage der Organisation
Entweder Sie lassen sich das Kind zum Stillen bringen oder – wenn Sie es nicht weit haben – fahren zum Stillen nach Hause. Oder Sie legen die Stillzeit an Anfang oder Ende Ihrer Arbeitszeit.

Sie können die Stillzeiten auch nutzen, um Milch abzupumpen, diese hält sich hinten im Kühlschrank bis zu 72 Stunden. Am besten besuchen Sie eine Stillgruppe oder fragen Ihre Hebamme, dort bekommen Sie noch mehr praktische Tipps.

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