2 gute Nachrichten

Drei Viertel aller Schwangeren kennen sie: Übelkeit, oft bis zum Erbrechen. Die meisten nur morgens, manche zu jeder Tageszeit.

Doch die erste gute Nachricht: Meistens hört es nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel so schnell auf, wie es gekommen ist. Wenn allerdings die Übelkeit länger andauert und Sie übermäßig oder mehrmals täglich erbrechen müssen, sollten Sie zum Arzt gehen. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie selbst und Ihr Kind nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt sind.

Was hat sich wohl die Natur dabei gedacht?

Nun – es heißt immer: Wenn der Mama übel ist, geht es dem Baby gut ... das ist die zweite gute Nachricht. Aber keine Sorge, wenn Sie nun zu den Schwangeren gehören, die von Übelkeit verschont sind. Dann haben Sie einfach Glück gehabt!

Der Brechreiz entsteht wohl durch die erhöhte Ausschüttung des Hormons HCG bis zur 12. Woche. Dass Schwangere gegenüber bestimmten Speisen oder Stoffen besonders empfindlich reagieren, ist vermutlich eine Abwehrreaktion ihres Körpers gegen alles, was ihm jetzt nicht gut tut. Beispiele: Kaffee, Nikotin, fettes Essen oder auch Parfüm.

Was hilft bei ständiger Übelkeit?

Da die Ursachen sehr verschieden sind, gibt es kein Pauschalrezept. Sie können aber zahlreiche Hilfsmittel ausprobieren, um herauszufinden, was Ihnen persönlich hilft:

  • Malzbier, koffeinfreie Cola oder Orangensaft trinken
  • mild gesalzene Fleischbrühe löffeln
  • Kartoffelbrei in kleinen Portionen essen
  • Ingwer: als Kekse, kandiert, Tee oder Tabletten
  • Pfefferminzbonbons lutschen
  • an Duftölen oder einer aufgeschnittenen Zitrone riechen
  • Mandeln oder Erdnüsse kauen.



Es gibt auch Hilfsangebote aus den Bereichen Akupunktur, Hypnose, Akupressur und Homöopathie.

So können Sie vorbeugen

Neben dem Ratschlag, „sachte“ aufzustehen (zu schnell kann gleich wieder zum Brechreiz führen), empfehlen wir noch: Legen Sie sich während der Schwangerschaft neue Essgewohnheiten zu, um ein Absinken des Blutzuckerspiegels zu verhindern:

  • Morgens vor dem Aufstehen eine Scheibe trockenen Toast, Knäckebrot, eine Reiswaffel oder Zwieback, dazu Kräutertee.
  • Alle zwei Stunden eine kleine Portion essen Viel trinken: mindestens 2 Liter täglich, aber nicht zum Essen
  • Kurz vor dem Schlafengehen noch eine Kleinigkeit essen – wenn’s sein muss, sogar mitten in der Nacht.


Das sollten Sie jetzt verstärkt essen: mehr kohlenhydratreiche Speisen, wie Bananen, Kartoffeln und Reis besser gekochtes Gemüse und eingemachtes Obst anstatt frischer, roher Produkte.

... und das sollten Sie meiden: alles Scharfe, Fette und Saure zu viele Süßigkeiten Kaffee, Alkohol und Zigaretten.