Es gibt wohl keine schwangere Frau, die nicht mit einem mulmigen Gefühl an den bevorstehenden Geburtstermin denkt. Gerade beim ersten Kind ist Angst vor den Schmerzen ganz natürlich. Dazu kommt die Sorge, ob mit dem Baby alles in Ordnung sein wird.



Was können Sie tun, damit die Angst Sie nicht auffrisst?

Zunächst mal: darüber reden, aber besser nicht mit jedem x-beliebigen Gesprächspartner. Frauen, die Ihnen Schauergeschichten erzählen wollen („was glauben Sie, was bei einer Geburt alles passieren kann! Ich habe da Sachen gesehen ...“), sollten Sie jetzt meiden! Dadurch würden Sie Ihre Ängste nur vergrößern.



Suchen Sie statt dessen den Kontakt zu Ärzten und Hebammen, für die ein solches Ereignis ganz alltäglich ist. Sie kennen die Ängste werdender Mütter am besten und wissen auch, wie die Gefahren tatsächlich einzuschätzen sind.



Fast in jedem Krankenhaus gibt es Tage, an denen Sie sich die Entbindungsstation und den Kreißsaal anschauen können. Nutzen Sie dieses Angebot, dann ist Ihnen am Tag X zumindest die Umgebung schon vertraut.



Gut informiert zu sein, ist beruhigend

Stellen Sie Fragen zu allem, was Sie bewegt! Informieren Sie sich über verschiedene Möglichkeiten zu gebären, z. B. Geburtshocker oder Wassergeburt. Oder über die lokale Betäubung (PDA = Periduralanästhesie), die extra für die Geburt entwickelt wurde und mit der viele Kliniken heute schon langjährige Erfahrung haben.



Sehr sinnvoll sind auch die Geburtsvorbereitungskurse, die spätestens in der 30. Schwangerschaftswoche beginnen sollten. Hier lernen Sie, durch eine gezielte Atemtechnik Verspannungen und Schmerzen zu lindern. Damit der gefürchtete Dammschnitt vielleicht gar nicht nötig wird, können Sie mit einer Dammmassage entgegenwirken. Beckenbodentraining hilft ebenfalls. Lassen Sie sich diese wertvolle Hilfestellung auf keinen Fall entgehen.



Und immer wieder: Denken Sie an sich, tun Sie sich etwas Gutes!

Gerade in den letzten Wochen vor dem Entbindungstermin ist es kein Luxus, ein wenig mehr an sich zu denken. Schließlich ist eine Schwangerschaft kein Spaziergang für den Körper, sondern eher mit einer äußerst anstrengenden Bergtour zu vergleichen. Ihr Körper muss (oder musste) 9 Monate lang Höchstleistungen erbringen und braucht auch nach der Geburt einige Zeit, um zur Normalität zurückzufinden.



Gönnen Sie sich schöne warme Bäder, hören Sie Entspannungsmusik und ruhen Sie sich möglichst immer aus, wenn Sie das Bedürfnis danach haben. Und genießen Sie die frohe Erwartung bis zu dem großen Tag, an dem Sie Ihr Baby das erste Mal in den Armen halten!